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Über Findify

Findify begann nicht als Unternehmen, sondern als Bot für eine einzige Person

Alles begann mit einem 80-Euro-Abo, das mir zu teuer war. Also baute ich an meinem Geburtstag in 24 Stunden einen Telegram-Bot. Aus diesem Bot wurde Findify.

2022–2023

80 € im Monat

Ich komme aus der Ukraine. 2022 kam ich als Geflüchteter in die Niederlande und wohnte zunächst bei meinen Eltern. Damals dachte ich, das sei nur vorübergehend.

2023 beschloss ich auszuziehen. Wohin, war mir egal – Groningen, Maastricht oder eine andere Stadt. Ich musste nur noch eine Wohnung finden.

Dann merkte ich: Bei der Wohnungssuche reicht es nicht, Angebote zu finden – man muss zu den Ersten gehören, die sich bewerben. Eine Anzeige geht online, und eine Stunde später sind bereits vierzig Bewerbungen eingegangen. Ich brauchte Benachrichtigungen zu Angeboten aus dem ganzen Land und fand einen Dienst, der genau das bot. Achtzig Euro im Monat.

Ich sah den Preis und dachte: Benachrichtigungen können doch keine 80 € im Monat kosten.

21. August 2023

An meinem Geburtstag registrierte ich findify.nl und fing an zu programmieren.

Nach 24 Stunden ohne Schlaf war der Telegram-Bot fertig. Er sammelte Anzeigen von Pararius und Funda, filterte sie nach Stadt, Preis und Zimmerzahl, verschickte Benachrichtigungen und wickelte Zahlungen ab. Das Abo kostete 9,99 € im Monat.

24 Std.Von null zum funktionierenden Bot
2Quellen beim Start
9,99 €Pro Monat
Zwei Ansichten des ersten Telegram-Bots von Findify
Die ersten Ansichten des ursprünglichen Bots

Oleksandr

Gründer von Findify · seit 21. August 2023

2023–2024

Am 6. September hatte Findify die ersten hundert Nutzer. Am 19. November kam der tausendste Nutzer hinzu.

Danach fügte ich jeden Monat neue Websites hinzu. Der Gedanke war einfach: Je mehr Quellen, desto geringer die Gefahr, die richtige Anzeige zu verpassen. Im Februar 2024 wurde der Bot zu einer Mini-App in Telegram. Dort konntest du eine Suche einrichten und Anzeigen ansehen, ohne Telegram zu verlassen.

Den größten Teil des Jahres 2024 lief Findify ohne mich. Ich hatte inzwischen einen anderen Job, und mein Gehalt hielt Findify am Laufen.

Einstellungen für den Suchradius in der Telegram-Mini-App

06.09.2023

100 Nutzer

19.11.2023

1.000 Nutzer

1. Januar 2025

Im Herbst 2024 kündigte Telegram an, Bots mit kostenpflichtigen Diensten einzuschränken. Damit war alles, was ich anderthalb Jahre lang aufgebaut hatte, vollständig von Telegram abhängig.

Das alte Bot-Icon neben dem neuen Findify-App-Icon

Neues Jahr, neues Findify

Am 1. Januar gingen die Website und die mobile App online. Ich fing komplett neu an: neuer Code, eine neue Website, eine neue App und der Nutzerzähler wieder bei null. Der Preis blieb bei 9,99 €.

21.08.2023Telegram-Bot
01.01.2025Mobile App

April 2025

Zu diesem Zeitpunkt war mir klar, dass Benachrichtigungen nur die Hälfte des Problems lösen.

Du bekommst zwanzig Benachrichtigungen am Tag. Für jede Wohnung musst du die Website und das Bewerbungsformular öffnen, dein Anschreiben heraussuchen und zum einundzwanzigsten Mal dieselben Felder ausfüllen. Jeden Tag, wochenlang. Irgendwann hat das nichts mehr mit Wohnungssuche zu tun und fühlt sich eher wie eine Schicht im Lager an.

Im April 2025 führte Findify die Autofill-Funktion ein: Du hinterlegst deine Daten einmal und kannst dich auf unterstützten Websites mit einem Klick bewerben, ohne jedes Formular von Hand auszufüllen.

Ein generiertes Anschreiben in der Findify-App

September 2025

Bewerbungen vollautomatisch versenden zu lassen, ging mir damals noch zu weit. Ich hielt das für zu viel und glaubte, der Markt sei für so viel Automatisierung noch nicht bereit.

Am 5. September nahm ich einen anderen Teil des Problems in Angriff: die Antworten der Vermieter. Wenn du dich auf viele Wohnungen bewirbst, wird dein Posteingang schnell unübersichtlich. Du weißt nicht mehr, welche E-Mail zu welcher Anzeige gehört, was eine Absage ist und was eine Einladung zur Besichtigung. Deshalb kam die Kommunikation mit Vermietern direkt in die Findify-App – übersichtlich gebündelt in einzelnen Chats. Im Oktober stieg der Abopreis auf 19,99 €. Dieser Preis gilt bis heute.

Der Findify-Posteingang mit Antworten von Vermietern

November 2025

Das Geld reichte nicht, also nahm ich einen Job im Lager an.

Findify lief weiter. Ich auch – nur woanders.

28. Januar 2026

Ein Mann, den ich nicht kannte, schrieb auf Reddit, er wolle am 1. März in die Niederlande ziehen und überlege noch, welchen Dienst er abonnieren solle. Findify stand auf seiner Liste.

Er kannte mich nicht. Niemand hatte ihm Findify empfohlen. Er plante den Umzug in ein anderes Land und suchte einen Dienst, der ihm bei der Wohnungssuche helfen konnte. Zu seinen Optionen gehörte ausgerechnet ein Produkt, das ich Jahre zuvor an meinem Geburtstag in nur 24 Stunden gebaut hatte.

Ein Reddit-Beitrag, in dem Findify erwähnt wird

2026

Drei Wochen später kündigte ich meinen Job im Lager. Ein paar Tage später kam eine zweite Person zu Findify.

Sasha Balandina kam als Produktdesignerin zu Findify und übernahm die Gestaltung der Website und der App. Ihre Aufgabe ist es, das komplexe System so einfach zu gestalten, dass sich neue Nutzer auch ohne Erklärung zurechtfinden.

Am 22. April kam Marina Semikras als Growth-Marketerin zu Findify. Seitdem kümmert sie sich um organisches Wachstum. Findify hatte immer nur ein kleines Werbebudget. Deshalb lautete die wichtigste Frage: Wie schaffen wir es, dass Menschen uns auch ohne Werbung finden?

Sasha Balandina

Produktdesignerin · seit Februar 2026

Marina Semikras

Growth-Marketerin · seit 22. April 2026

August 2026

Im selben Jahr begannen große Plattformen, Funktionen für automatische Bewerbungen einzuführen – etwa ein Jahr nach uns. Bis dahin hatten wir ein Jahr lang erklärt, warum diese Funktion wichtig ist.

Am 16. August 2026 führten wir Findify Pro ein: Findify reicht Bewerbungen automatisch ein, ohne dass du selbst aktiv werden musst. Vor genau diesem Schritt war ich im April 2025 noch zurückgeschreckt. Inzwischen wirkten automatische Bewerbungen nicht mehr radikal, sondern wie der nächste logische Schritt.

Plattformliste und Einstellungen für automatische Bewerbungen in der Findify-App

Heute

16.900Menschen suchen mit Findify eine Wohnung

Ein Problem kann keine App lösen: Vermieter in den Niederlanden erwarten meist ein Einkommen in Höhe der drei- bis vierfachen Monatsmiete. So funktioniert der Markt, und wir tun nicht so, als könnten wir das ändern.

Die Wohnungssuche selbst lässt sich aber viel einfacher machen. Bei den meisten Diensten ist nach der Benachrichtigung Schluss. Mit Findify reagierst du schneller, musst nicht immer wieder dieselben Formulare ausfüllen und behältst bei der Kommunikation mit Vermietern den Überblick. Und das ist erst der Anfang.

Wir sind zu dritt

Oleksandr Onishchenko

Gründer von Findify · 2023

Sasha Balandina

Produktdesignerin · 2026

Marina Semikras

Growth-Marketerin · 2026

So funktioniert Findify